Montag, 7. September 2026

Halb Zwölf plus Eins

 Kuchentour, vom Gipfel zum Strand

Es gibt Tage, da stimmt einfach alles: Ein herrlicher, sonniger Sonntagmorgen, knackig-kühle 12 Grad in der Luft – genau das richtige Wetter, um das Visier herunterzuklappen, den Motor aufheulen zu lassen und eine sportliche Diät zu beginnen.

Das hochmotivierte RIDE-&-EAT-Team des Tages: Sechs Kerle, eine Frau und sieben Motorräder, deren einziger Auftrag für die nächsten 320 Kilometer lautet: Sauerländer Kurven jagen und den Blutzuckerspiegel auf ein historisches Hoch treiben.

Schon die ersten Kilometer waren ein Traum. Die Straßen schlängelten sich wie frisch gekochte Spaghetti durch die Landschaft, der Verkehr hatte wohl noch Schockstarre und der Asphalt gehörte uns ganz allein. Doch nach reichlich Schräglage meldete sich der Magen. 

Almetal

1. Verpflegungsetappe: Am Ende des Almetals, fanden wir im Cafe Schlossmühle einen schönen Platz unter den Bäumen . Während normale Biker einen schnellen Espresso schürfen, gab es für uns original österreichischen Kaffee und einen Zwetschgenkuchen, der so gut war, dass er vermutlich unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Gestärkt und um ein paar Gramm schwerer ging es weiter. Nächstes Ziel: Der Diemelsee! Die Kurven wurden enger, die Grinsen unter den Helmen breiter – bis zur unvermeidlichen Sauerländer Baustelle. Kurz Slalom um die Pylonen gefahren, freundlich den Bauarbeitern zugewunken und direkt weiter Richtung Winterberg gedüst.

Der Herbst kommt: Die Sonnenschirme bleiben zugeklappt

Winterberg

Dort wartete die eigentliche Reifeprüfung: Das PANNENKOEKENHUIS. Hier wurde nicht lang gefackelt. Pfannkuchen in allen erdenklichen Bauarten, Füllungen und Aggregatzuständen wanderten über den Tisch. Herzhaft, süß, gestapelt – absolute Oberklasse! Spätestens jetzt passte die Lederkombination bei dem einen oder anderen messbar strammer.


Keine Gnade für die Hüfte: Von Herzhaft bis Süß geht hier alles

Für Navigatoren: Der richtige Weg zur nächsten Etappe 

Möhnesee

Weiter ging die wilde Fahrt. Nach gefühlten 300 bis 370 weiteren Kurven – nach Pfannkuchen-Koma zählt das keiner mehr so genau – bogen wir an den Möhnesee ab. Die Waffel- und Kuchendichte musste schließlich hochgehalten werden. Pause 3: Strand der Wanderbar. Die Sonne glitzerte auf dem Wasser, die Füße wurden hochgelegt und das Leben war einfach nur herrlich.

Blick auf das erschöpfte Exkursionsteam: Die Kalorien 2828 bis 3512 mussten nachgeladen werden. 

Zucker mach durstig: Niedrigwasser in der Talsperre

Auf dem Heimweg wurden noch vergnügt diverse verträumte Dörfer abgegrast, bevor nach gut 320 grandiosen Kilometern alle Maschinen (und deren Piloten im Vollformat) wohlbehalten zurück in die heimische Garage rollten.

At Home

Fazit der Tour: Reifen angefahren, Kurven genossen, Kalorienkonto komplett gesprengt. Schreit definitiv nach einer Wiederholung der Kuchentour in 2027! Frei nach dem Motto: Endlich sitzen!


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