Dienstag, 2. Juni 2026

Jagd durch die Rushhour:

 Vom spontanen Sprint zum Seniorenteller

Tour-Fakten: 140 Kilometer | Reviere: Kreis Warendorf & Osnabrücker Land | 

Eigentlich hatte ich mich mental voll auf 18:00 Uhr eingestellt. Entspanntes Ankommen, kurzer Schnack, los geht’s. Doch ein Blick Richtung Tankstelle belehrte mich um 17:30 Uhr eines Besseren: Ein Kollege schoss völlig hektisch in Richtung unseres Treffpunkts in Lette vorbei. Verdammt, die fahren schon! Also: Kommando kehrt, Gasgriff auf Anschlag und rasch hinterher.

Die Voraussetzungen? Sagen wir... ausbaufähig. In den Knochen steckte mir noch ein langes, intensives Motorradwochenende in der Rhön. Doch für Müdigkeit war keine Zeit. Unser Guide legte vorne ein sportliches Tempo vor, und ich hängte mich dran – die groben Stollenreifen tief in den heißen Asphalt vergraben. Unter größtenteils... kreativer Beachtung der Geschwindigkeitsbegrenzungen flogen die Kilometer an uns vorbei.

Die Route: Kurvenjagd im Abendlicht

Die Rushhour hatte keine Chance gegen unsere Truppe. Der Weg führte uns im Zickzack durch die Region:

  • Vom Münsterland... über Alverskirchen zog die Kolonne zügig Richtung Norden.

  • ...hinein in die Hügel: Vorbei an Lienen ging es rauf nach Borgloh. Spätestens hier, am Teutoburger Wald, kamen auch die neuen Fahrer voll auf ihre Kosten.

  • Der Rückweg: Über Bockhorst steuerten wir schließlich die rettende Basis an.

Boxenstopp & Benzingespräche

Völlig ausgehungert (und leicht durchgeschüttelt) erreichten wir den Gasthof Lönne. Wer jetzt dachte, die Biker fallen über die XXL-Schnitzel her, täuschte sich gewaltig: Plötzlich mutierten fast alle zu Figurbewussten. Diszipliniert wurde auf die schlanke Linie geachtet und der „Seniorenteller“ geordert.

Am Tisch ging es dafür umso opulenter zu. Bei der Themenmischung schien die KI der Zukunft ein Wörtchen mitgeredet zu haben: Es rotierte wild zwischen Motorrädern, DJT und den neuesten Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz.

Das Fazit: Als die Maschinen schließlich im Dunkeln in der Heimatgarage eingenordet wurden, standen stolze 140 Kilometer mehr auf dem Tacho. Der Kopf war komplett frei, die Stollenreifen reif für die Pause – und die neuen Fahrer offiziell getauft. Ein perfekter Feierabend-Ride!

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